Superintendent aus Moers beim Papst in Kairo

  • Nr. 4199
  • 5.11.2026
  • 2631 Zeichen
  • Pressereferat Kirchenkreis Moers

[Kirchenkreis Moers] Eine Begegnung mit dem Oberhaupt der koptischen Kirche, Papst Tawadros II, hatte Wolfram Syben, Superintendent der Kirchenkreises Moers, im Rahmen einer von Dietmar Boos geleiteten Partnerschaftsbegegnung in Kairo am 28. Oktober 2026. Den Kirchenkreis Moers und die koptische Kirche in Ägypten verbindet seit dem Jahr 1979 eine Partnerschaft mit gegenseitigen Besuchen, einer Vielzahl von E-Mails und WhatsApp-Nachrichten und Unterstützungen bei sozialen Projekten.

Das koptische Kyrie

Beim Besuch im Oktober stand neben dem Austausch und Informationen allerdings auch eine kulturelle Idee auf dem Programm: An der Reise nahmen Sängerinnen und Sänger aus Kirchenchören im Kirchenkreis Moers teil, die mit dortigen Chorsängerinnen und -sängern gemeinsam musizieren wollten. Geleitet wurde das besondere musikalische Projekt durch Kirchenkreiskantor Eun-Sup Jang. Die Sorgen, ob das gemeinsame Projekt angesichts der deutlichen Altersunterschiede und verschiedenen Sprachen gelingen und Wohlklang entstehen würde, zerstreuten sich schnell: Das koptische Kyrie, das die etwa 20 niederrheinischen Chormitglieder lernten, konnten sie auch beim Besuch des koptischen Papstes singen. Der hatte die Gruppe im Rahmen einer Audienz für Geistliche eingeladen. Im Anschluss nahm er sich Zeit für die niederrheinischen Gäste und schlug ein gemeinsamen Fotoshooting vor.

Power-Programm

„Wir hatten ein Power-Programm in Ägypten“, sagt Wolfram Syben. „Wir haben Gespräche mit unseren Partnerinnen und Partnern geführt sowie soziale Projekte, Moscheen und koptische Kirchen besucht. Das gemeinsame Musizieren war bereichernd für uns alle. Ich bin dem Vorsitzenden des Partnerschaftsausschusses Pastor Dietmar Boos und Kreiskantor Eun-Sup Jang sehr dankbar für ihre fachkundige Leitung.“

Weitere Informationen

Zu den Verbindungen zwischen der koptischen Kirche in Ägypten und dem Kirchenkreis Moers gehören nicht nur die gegenseitige Beratungen hinsichtlich geistlicher oder politischer Herausforderungen, sondern auch die Unterstützung der Arbeit der koptischen Schwestern in den Müllgebieten von Kairo und in Beni Suef. In den Müllgebieten haben sie eine Schule aufgebaut für die Kinder der Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Müllsammeln und Recycling verdienen. 2400 Schülerinnen lernen dort mittlerweile. Zudem konnte ein Krankenhaus neu gebaut werden. In Beni Suef gibt es unter anderem einen Kindergarten, eine Schule, Armenspeisungen und vielfältige Dorfprojekte. Bis zu 300 notleidende Familien, christliche wie muslimische, erhalten monatlich ein Paket mit Grundnahrungsmitteln.