Kirchliche Vernetzung auf internationaler Ebene

Superintendent Wolfram Syben zu mehrmonatiger Studienzeit in den USA

  • Nr. 4148
  • 22.1.2026
  • 2983 Zeichen
  • Pressereferat Kirchenkreis Moers

[Kirchenkreis Moers] Wolfram Syben, Superintendent des Kirchenkreises Moers, wird im Rahmen einer theologischen Studienzeit bis zum 21. Mai in die USA reisen. Neben der Wahrnehmung von akademischen Veranstaltungen wird dabei der Kontakt mit der United Church of Christ (UCC) einen Schwerpunkt bilden. Mit der UCC verbindet den Kirchenkreis vom Niederrhein seit dem Jahr 1980 eine Partnerschaft mit regelmäßigen Besuchen und intensivem Austausch über Fragen von Frieden und Gerechtigkeit. Auch zu diesen Themen wird er Gesprächspartnerinnen und -partner der UCC in Wisconsin und soziale Projekte besuchen. „Ich freue mich auf den Austausch über die internationale Situation, in der Spannungen zunehmend militärischen begegnet wird und eigene Interessen unter Missachtung bestehender Rechtsordnungen mit Gewalt durchgesetzt werden. Wegen der politischen Situation auch innerhalb der USA bin ich sehr besorgt und gespannt, was ich dazu erfahren werde“, sagt Syben. „Ganz sicher werden wir auch das schwierige Verhältnis zwischen Regierung und unserer Partnerkirche thematisieren.“

Neben dem Besuch von Regionalverbänden der Kirchengemeinden, den Conferences, wird Syben bei einer Civil-Right-Tour nach Alabama die Geschichte und Bedeutung der Bürgerrechtsbewegung für die USA und die UCC nachverfolgen. Zudem ist geplant, die rheinische Landeskirche, die Evangelische Kirche im Rheinland, die ebenfalls in Partnerschaft mit der UCC verbunden ist, bei der Feier zum Zusammengehen von drei UCC-Conferences vertreten.

Von seinem Besuch und den Gesprächen wird Syben nach seiner Rückkehr auch in anderen Kirchenkreisen berichten.

Während Sybens Abwesenheit übernimmt Synodalassessor Pfarrer Matthias Immer aus der Ev. Kirchengemeinde Duisburg-Homberg die Vertretung.

Weitere Informationen

Zu den gegenseitigen Besuchen gehörten in der Vergangenheit auch die Fahrten von Jugendlichen („Young Ambassadors“) in die USA. Dort informierten sie sich etwa über die Arbeit in sozialen Projekten wie Kleiderkammern und unterstützten u. a. im Jahr 2005 die Partner:innen bei Aufräumarbeiten nach dem Hurrikan Katrina. Jugendgruppen aus den USA konnten sich im Gegenzug ein Bild der kirchlichen und diakonischen Arbeit am Niederrhein machen und besuchten auch die Gedenkstätte Auschwitz.
Im Jahr 2001 begleitete die US-Pfarrerin Virginia Pych während mehrerer Monate nicht nur die gemeindliche Arbeit in Hoerstgen, sondern auch die Friedensarbeit im Kirchenkreis nach den Anschlägen vom 11. September. 2018 forderte Prof. Dr. Mark Burrows (UCC) auf der Kreissynode zum Thema des gerechten Frieden zu einem aktiven Eintreten gegen soziale Ungerechtigkeit auf. Die christliche Botschaft verpflichte zur konkreten Übernahme von Verantwortung für die Mitmenschen.

Neben der Partnerschaft in die USA unterhält der Kirchenkreis Moers enge Verbindungen zur Presbyterianischen Kirche in Ruanda, zur Koptischen Kirche in Ägypten sowie zur Javanischen Kirche in Indonesien.