[Kirchenkreis Moers] „Das wird sehr beeindruckend, eine Mischung aus Pantomime, Musik, Passion, eine außergewöhnliche und emotionale Auseinandersetzung mit Leid“, ahnt Juliane Kollmann-Rusch, Pfarrerin der Ev. Kirchengemeinde Vluyn. Die Gemeinde hat mit der Ev. Kirchengemeinde Neukirchen, der Freien Ev. Gemeinde und der Katholischen Kirchengemeinde St. Quirinius gemeinsam die Performance „Ich bin Passion“ nach Neukirchen-Vluyn geholt. Die Sparkasse am Niederrhein beteiligte sich an der Finanzierung und ermöglichte dadurch die Aufführung.
Expressive Bildlichkeit, moderne Lichtsetzung, Live-Musik und chorischen Einlagen
Pantomime Christoph Gilsbach zeigt Stationen des Leidenswegs von Jesus Christus, der seine Zukunft kennt, davor fliehen könnte, zweifelt, aber sie auf sich nimmt und verraten, gefoltert, am Kreuz hingerichtet wird. Allerdings entreißt der Künstler diese individuelle Geschichte der antiken Ferne und legt an sie die Erfahrungen der Gegenwart von Verlassenheit, Einsamkeit, Zweifel, Entwürdigung, Kriegserfahrung und Flucht an. Expressiver Bildlichkeit, moderne Lichtsetzung, Live-Musik und chorischen Einlagen unterstützen die Handlung.
Leid als Klinik Clown kennengelernt
In seinem Stück verarbeitet Gilsbach Erfahrungen, die er als Klinik Clown gesammelt hat: „Mein Erleben einer so großen Wucht an Leid und Not treibt mich an, in der Kunst als Pantomime eine Antwort zu geben, dass das Leid, die Not, die Krankheit, der Tod nicht das Ende des Lebens sind oder anders formuliert, das letzte Wort haben.“ Die Antwort werden die Besucherinnen und Besucher in der Rahmenhandlung des Stückes kennenlernen.
Eintritt frei
Nach der Veranstaltung sind die Gäste eingeladen, miteinander über das Gesehene und Erlebte miteinander zu sprechen.
Die Veranstaltung am 20. März in der Kath. Kirche St. Quirinus, Ernst-Moritz-Arndt-Str., Neukirchen-Vluyn, beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

