[Kirchenkreise Duisburg und Moers] Die Evangelische Beratungsstelle Duisburg / Moers hat 2024 über 1.600 Beratungsfälle betreut – Menschen aller Altersgruppen, Familien sowie Paare in Krisen. Viele Ratsuchende kamen mit belastenden Lebenssituationen, psychischen Problemen oder Erziehungsschwierigkeiten. Die Nachfrage war so hoch, dass nicht alle Anfragen bedient werden konnten.
Viele Familien suchten Unterstützung, weil der Alltag immer komplexer wird: finanzielle Sorgen, gesellschaftliche Unsicherheiten, Konflikte, Überforderung oder Probleme der Kinder. Besonders häufig ging es um Themen wie Erziehungsfragen, seelische Belastungen von Kindern, Konflikte zwischen Eltern oder um Probleme in Schule, Ausbildung oder sozialem Umfeld. Die Herausforderungen der Familien werden größer und oft müssen mehrere Hilfen gleichzeitig organisiert werden.
Wenn Eltern sich trennen und stark im Konflikt stehen, vermittelt die Beratungsstelle zwischen beiden Seiten – immer mit dem Fokus auf das Wohl der Kinder. Die Zahl dieser Fälle hat zugenommen und erfordert häufig aufwendige Gesprächsprozesse.
In der Ehe-, Paar- und Lebensberatung suchten viele Menschen Unterstützung wegen partnerschaftlicher Probleme, aber auch wegen Einsamkeit, wegen psychischer Belastungen,
Überforderung oder Trauer. Bei vielen gibt es lange Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz – hier schließt die Beratungsstelle eine wichtige Versorgungslücke, weil viele Menschen dringend Hilfe brauchen, aber lange auf Therapie warten müssen.
Bei der Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung wurden in über 700 Fällen Schwangere und Familien beraten. Dabei ging es unter anderem um finanzielle Hilfen (z. B. aus Stiftungen), Unterstützung in schwierigen Lebenslagen, Fragen zu Geburt, sozialen Leistungen oder partnerschaftlichen Belastungen sowie um die Begleitung bei Entscheidungen rund um eine ungeplante Schwangerschaft. Auch nach der Geburt oder nach Fehlgeburten stand die Beratungsstelle den Familien zur Seite.
Der Jahresbericht macht deutlich: Die Nachfrage ist sehr hoch, die Fälle sind häufig komplex und zeitintensiv, es gibt Engpässe im gesamten Hilfesystem (Jugendhilfe, Therapieplätze usw.) und Personalengpässe führten zu langen Wartezeiten.
Infos zur Beratungsstelle und ihren Angeboten gibt es im Netz unter www.ev-beratung.de.

