Ukraine: Hilfe und Spenden aus der rheinischen Kirche

Hilfe für die Ukraine kommt aktuell auch aus der rheinischen Kirche. Kirchengemeinden und Gruppen aus Duisburg, von Rhein und Sieg und aus dem gesamten Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland sammeln Sachspenden und bieten Hilfe für die Menschen, die unter dem Krieg gegen die Ukraine leiden und nach den Angriffen Russlands auf der Flucht sind. Dabei sind unter anderem bereits Wohnungsbörsen für Geflüchtete entstanden, die in Deutschland eine Unterkunft suchen. Wir stellen kirchliche Hilfsaktionen vor und aktualisieren diesen Text im Stile eines Blogs laufend.

Über die Sprungmarken gelangen Sie direkt zu dem entsprechenden Absatz im Text:

> Präses Latzel: „Asylrecht ist ein Menschenrecht, das allen Menschen zusteht“
> Jugendburg Hohensolms: Kirchengemeinden unterstützen Geflüchtete aus der Ukraine
> Martin-Butzer-Gymnasium: Spendenlauf für die Ukraine bringt 29.000 Euro
> Telefonberatung: Helpline Ukraine unterstützt geflüchtete Familien bei Sorgen und Problemen
> Geflüchtete aus der Ukraine: Hilfszentrum in jüdisch-christlicher Kooperation in Bonn
> Evangelische Schule schickt Postkarten an Wladimir Putin und nimmt Geflüchtete auf
> Ukraine-Hilfe in Bad Kreuznach: „Unterstützung hat viele Gesichter
> Bilderbuch zum Ukraine-Krieg: „Andriy ist in Sicherheit“
> Hilfe für Kinder und Familien aus der Ukraine beginnt in Bad Sobernheim in der Krabbelgruppe
> Ukraine-Hilfe aus Bonn: Amos-Comenius-Gymnasium startet mehrere Aktionen
> Spenden für die Ukraine: Düsseldorfer Fliedner-Gymnasium spendet Ticket-Erlöse von Benefiz-Shows
> Sachspenden für die Ukraine: Hilfstransport aus Heinsberg ist in Polen angekommen
> Ukraine-Hilfe der Viktoriaschule: Bundeskanzler posiert mit Spenden-Armbändern aus Aachen
> Unterkunft für Geflüchtete: Wuppertaler Gemeinde nimmt Ukrainerinnen auf
> Kontaktmöglichkeiten für Geflüchtete: „Café international“ in Mülheim öffnet wieder
> Sachspenden für die Ukraine: Transport aus Mülheim startet nach Polen
> Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine: Düsseldorfer Tersteegengemeinde richtet Info-Seite ein
> Kriegsverletzte aus der Ukraine: Evangelische Kliniken wollen helfen
> Rat und Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine: Offner Treff im Gemeindehaus Merzig
> Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine suchen und finden an Rhein und Sieg sowie im Bergischen Land
> Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine in NRW: Hilfe in Essen, Mülheim und Dinslaken
> Studenten aus der Ukraine: Fünf nigerianische Geflüchtete kommen in Wohnheim der Kirchlichen Hochschule unter
> Sachspenden für die Ukraine: Präses unterstützt Paketaktion
> Medizinische Sachspenden: Essener Gemeinde arbeitet mit ukrainischen Ärzten zusammen
> Schüler packen Pakete für die Ukraine
> Ukraine-Hilfe im Saarland: Aktion für Flüchtlinge mit Haustieren
> Ukraine-Krieg: Kirchenkreis Duisburg bietet verstärkt Seelsorge an
> Ukraine-Hilfe: In Heckinghausen kommen Flüchtlinge zusammen
> Ukraine-Krieg: Material und Linktipps für Friedensgebete
> Ukraine-Hilfe: So können Sie spenden

Präses Latzel: „Asylrecht ist ein Menschenrecht, das allen Menschen zusteht“

„Ich bin stolz darauf, was wir hier in Deutschland für Geflüchtete aus der Ukraine leisten konnten“, sagt Präses Dr. Thorsten Latzel in einer Videobotschaft zum Tag des Flüchtlings am 30. September 2022. „Kirche, Diakonie und Gemeinden haben unbürokratisch Hilfe angeboten. Haben Wohnungen zur Verfügung gestellt, Kitas und Schulen geöffnet. Es gab Sprachkurse, Menschen konnten schnell Wohnungen und Arbeitsplätze finden.“

Diese Rechte müssten aber für alle Menschen gelten, die fliehen, sagt der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche im Rheinland. Bei seinem Besuch in Griechenland am Anfang dieses Jahres habe er selbst miterlebt, wie Menschen dieses Rechte vorenthalten werde. Zum Beispiel wenn Geflüchtete in Sammellagern unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten werden und nicht wissen, wie es weitergehe.  „Wir dürfen keinen Unterschied machen danach, wo jemand herkommt“, erklärt Latzel. „Asylrecht ist ein Menschenrecht, das allen Menschen zusteht. Dafür setzen wir uns als evangelische Kirche ein und werden es auch in Zukunft tun.“

 

Jugendburg Hohensolms: Kirchengemeinden unterstützen Geflüchtete aus der Ukraine

„Flüchtlingsarbeit ist Teamwork zwischen Kirche und Kommune.“ Dies ist die Überzeugung von Superintendent Dr. Hartmut Sitzler, die er anlässlich eines Pressegespräches zwischen Vertretern der Kirche und des Lahn-Dill-Kreises auf der Jugendburg Hohensolms zum Ausdruck brachte. „Es werden Leute gebraucht, die die Arbeit vor Ort machen“, so der Theologe. Es gehe dabei um die Menschen, die Unterstützung brauchen. Und er legt Wert auf die Feststellung, dass es keine Flüchtlinge erster und zweiter Klasse geben kann.

Die Jugendburg, deren Träger die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist, beherbergt derzeit mehr als 50 Geflüchtete aus der Ukraine, darunter 15 Kinder. Acht Schlaf- und acht Tagesräume stehen den Menschen aus der Ukraine zur Verfügung.  Der Mietvertrag des Lahn-Dill-Kreises für die Jugendburg Hohensolms läuft noch bis November dieses Jahres. Zwar ist die EKHN dabei, die Jugendburg zu verkaufen, doch der Vertrag soll bestehen bleiben.

Auf der Evangelischen Jugendburg Hohensolms sind derzeit mehr als 50 Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht. Foto: bkl

An der Begleitung der Geflüchteten beteiligen sich drei überaus engagierte ehrenamtliche Frauen aus dem Kirchenkreis an Lahn und Dill, der zur rheinischen Kirche gehört. Pippa Brück, hauptamtlich Mitarbeitende der Evangelischen Kirchengemeinde Erda/Großaltenstädten, ist der Meinung, dass der Einsatz der Helferinnen nicht ausreichend gewürdigt wird. „Die Frauen haben bereits über ihre Grenzen hinaus Unglaubliches geleistet“, berichtet sie auf Anfrage. Beispielsweise, wenn es um das Übersetzen von Informationen auf Beipackzetteln oder das Ausfüllen von Formularen gehe. Auch für die Begleitung der Geflüchteten im Alltag und zu Ärzten sorgen die Helferinnen. Da es im Vergleich zu 2015 schwieriger geworden sei, Ehrenamtliche zu finden, müsse ihr Einsatz gestärkt werden, so Pippa Brück. Vom Kirchenkreis erhalten die Frauen eine Aufwandsentschädigung. „Diese Kosten zu erstatten, ist auch eine Anerkennung für die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen“, erklärt Superintendent Sitzler.

Seit dem 1. Juli gibt es eine Koordinatorin mit 24 Wochenstunden, die für die Alltagsbegleitung der Geflüchteten vor Ort zuständig ist. Viola Heep ist bei der Diakonie Lahn Dill angestellt. Ihre zunächst bis November befristete Stelle wird vom Landkreis finanziert. Zusätzlich bezahlt der Lahn-Dill-Kreis eine Dolmetscherin mit sechs Wochenstunden. Viola Heep ist laut Britta Westen, Bereichsleiterin für Soziale Dienste der Diakonie Lahn Dill, Ansprechpartnerin für die Ukrainerinnen und Ukrainer, den Lahn-Dill-Kreis, Burg-Geschäftsführerin Annette Frenz sowie für die umliegenden Vereine, Institutionen und Kirchengemeinden.

Martin-Butzer-Gymnasium: Spendenlauf für die Ukraine bringt 29.000 Euro

Mit einem Spendenlauf hat das evangelische Martin-Butzer-Gymnasium in Dierdorf Geld für die Arbeit mit ukrainischen Flüchtlingen gesammelt. Bei der Aktion, an der sich auch Präses Dr. Thorsten Latzel beteiligt hat, sind rund 29.000 Euro zusammengekommen – weit mehr als sich die Schule erhofft hatte.  Das erlaufene Geld kommt dem Verein „Schüler helfen leben“ zugute, der sich für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine engagiert. Einen ausführlichen Bericht über die Ukraine-Hilfe, die das Martin-Butzer-Gymnasium leistet, lesen Sie hier.

Präses Dr. Thorsten Latzel hat am Spendenlauf des Martin-Butzer-Gymnasiums in Dierdorf zugunsten der Ukraine-Hilfe teilgenommen. Foto: Aaron Clamann

Telefonberatung: Helpline Ukraine unterstützt geflüchtete Familien bei Sorgen und Problemen

Kein kirchliches Angebot, aber trotzdem gut zu wissen für alle, die sich um Geflüchtete aus der Ukraine kümmern: Ab sofort bietet die Helpline Ukraine kostenlose Telefonberatung bei allen Sorgen, Problemen und Themen, die geflüchtete Menschen bewegen. Unter der Telefonnummer 0800 5002250 ist die Helpline montags bis freitags zwischen 14 und 17 Uhr zu erreichen; die Beratung erfolgt in ukrainischer und russischer Sprache und ist vertraulich. Helpline Ukraine ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam mit Nummer gegen Kummer e.V. und mit Unterstützung der Deutschen Telekom.

Geflüchtete aus der Ukraine: Hilfszentrum in jüdisch-christlicher Kooperation in Bonn

In einer für Bonn und der Region bislang einzigartigen Kooperation der Evangelischen Kirche mit der Jüdischen Gemeinde und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) öffnet ab sofort ein Begegnungscafé für Geflüchtete aus der Ukraine im Gemeindezentrum der Lukaskirche in Bonn-Castell seinen Betrieb. Das Begegnungscafé „Freundschaft“ mit zahlreichen Hilfsangeboten im Innenhof hinter der evangelischen Lukaskirche soll nicht nur, aber besonders auch ein Anlaufpunkt sein für Geflüchtete. Das Angebot ist entstanden aus der provisorischen ersten Anlaufstelle der Synagogen-Gemeinde Bonn für Geflüchtete, nachdem die Trauerhalle am alten jüdischen Friedhof in Castell nicht mehr ausreichte.  Viele der freiwilligen Helferinnen und Helfer vor Ort sind selbst Ukrainer, die ihr Land verlassen mussten. Die Angebote des Cafés sollen auch ihnen ermöglichen, ihren Alltag besser zu strukturieren und ihren Beruf auszuüben. Mehr Informationen gibt es hier.

Fröhliche Eröffnung des Begegnungscafés „Freundschaft“ am 13. Mai 2022. Foto: privat/GCJZ

Evangelische Schule schickt Postkarten an Wladimir Putin und nimmt Geflüchtete auf

Das Martin-Butzer-Gymnasium in Dierdorf (Rheinland-Pfalz) hat bei einer Aktion 1000 Postkarten von Schülerinnen und Schülern gestalten lassen und sie an den russischen Regierungssitz, den Kreml, adressiert. Die Post mit Wünschen nach Frieden sollte möglichst direkt beim russischen Präsidenten Wladimir Putin ankommen. Die Schule ist allerdings auch ganz konkret in der Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine aktiv. Das Gymnasium in Trägerschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland hat aktuell zehn Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine aufgenommen und im Unterricht integriert. Sie besuchen den regulären Unterricht und zudem nehmen sie drei Mal in der Woche an einem Sprachkurs teil.

Mit einem Spendenlauf hat die Schule zudem Geld für die Arbeit mit ukrainischen Flüchtlingen gesammelt. Bei der Aktion suchen sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einen Laufpaten, der bereit ist pro gelaufener Runde auf dem Sportplatz einen bestimmten Betrag zu spenden. Das erlaufene Geld kommt dem Verein „Schüler helfen leben“ zugute, der schon länger in der Arbeit mit Geflüchteten aus Syrien aktiv ist und sein Engagement nun auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine ausgeweitet hat. Dabei ist bei seinem Besuch auch der rheinische Präses Dr. Thorsten Latzel mitgelaufen. Einen ausführlichen Bericht über die Ukraine-Hilfe, die das Martin-Butzer-Gymnasium leistet, lesen Sie hier.

Ukraine-Hilfe in Bad Kreuznach: Unterstützung hat viele Gesichter

Kann ich helfen? Fast täglich erreichen Pfarrer Michael May, Leiter des Referats Diakonik-Ethik-Seelsorge der Stiftung Kreuznacher Diakonie, und Mario Klein, Ältester der Diakonischen Gemeinschaft Paulinum (DGP), Anrufe und E-Mails von Ehrenamtlichen, die den aus der Ukraine geflüchteten Menschen in der Theodor-Fliedner-Halle helfen möchten. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat die Stiftung die Halle dem Kreis Bad Kreuznach als Notunterkunft  zur Verfügung gestellt. Sie unterstützt zudem den Arbeiter Samariter Bund und das Deutsche Rote Kreuz, die verantwortlich für die Unterkunft sind, bei der Versorgung der Menschen. „Wir freuen uns sehr, dass wir an mehreren Tagen in der Woche Spiel- und Sportangebote anbieten können“, erzählt Pfarrer Michael May. Es gibt Helferinnen und Helfer, die spontan in der Unterkunft Übersetzung anbieten. Außerdem gibt es verschiedene Organisationen, die sich engagieren. Die Kunstwerkstatt malt und bastelt einmal die Woche mit den Kindern. Die Missio Kirche e.V. bietet Kinderschminken an oder die Evangelische Matthäus-Kirchengemeinde Bad Kreuznach lädt zum Klettern am Kirchturm ein. Mehr Infos gibt es hier.

Bilderbuch zum Ukraine-Krieg: „Andriy ist in Sicherheit“

Die Stiftung Notfallseelsorge hat ein Bilderbuch für Kinder zum Thema Krieg veröffentlicht. In „Andriy ist in Sicherheit“ geht es um einen Jungen, der mit seiner Familie in Kiew lebt. Als der Krieg ausbricht, muss er fliehen und landet schließlich in Deutschland. Der Text von Notfallseelsorger Harald Karutz und die Illustrationen von Laura aus dem Siepen greifen auf, was Kinder aus der Ukraine erleben und empfinden: Schrecken, Angst und Sorge, Erschöpfung und Müdigkeit – aber auch Neugier und Hoffnung.

Das Bilderbuch „Andriy ist in Sicherheit“ wurde von der Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland erstellt und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Die Geschichte des kleinen Andriy soll Trost spenden, Identifikation ermöglichen und dabei helfen, ins Gespräch zu kommen. Um möglichst viele Kinder zu erreichen, sind die Texte im Buch auf Ukrainisch, Russisch und Deutsch verfasst. Das Bilderbuch kann kostenfrei als E-Book heruntergeladen werden. Alle Infos dazu gibt es bei der Stiftung Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Hilfe für Kinder und Familien aus der Ukraine beginnt in Bad Sobernheim in der Krabbelgruppe

Ukraine-Hilfe in Bad Sobernheim und der Verbandsgemeinde Nahe-Glan setzt bei den Familien an, die aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine geflüchtet sind. „Beim Spielen lässt sich leicht lernen“, heißt es in einer Mitteilung der Paul-Schneider-Gemeinde vor Ort. Vor allem die Kinder mit Fluchterfahrung, für die derzeit keine Plätze in den Kitas frei sind, sollen in einer Mutter-Kind-Gruppe ungestört spielen können und die deutsche Sprache erlernen. Das Angebot richtet sich dabei auch an Flüchtlingsfamilien aus anderen Ländern.  Die Gemeinde will nach Ostern aber auch wieder ältere Geflüchtete aus der ganzen Welt im „Café International“ zusammenbringen. Der Treffpunkt zum Austausch und zum Sprache lernen war aufgrund der Corona-Pandemie zwischenzeitlich eingestellt worden.

Ukraine-Hilfe aus Bonn: Amos-Comenius-Gymnasium startet mehrere Aktionen

Das Amos-Comenius-Gymnasium Bonn, das sich in Trägerschaft der rheinischen Kirche befindet, hat gleich mehrere Aktion zur Ukraine-Hilfe gestartet. So hat das Gymnasium sich zum Beispiel an der Sammlung von Sachspenden und finanzieller Hilfe beteiligt. Eltern der Schülerinnen und Schüler waren auch an dem Transport von Hilfsgütern an die polnisch-ukrainische Grenze beteiligt. Dazu nimmt das Gymnasium geflüchtete Kinder aus dem Kriegsgebiet in seinen Klassen auf. Parallel zum regulären Unterricht bietet die Schule auch Deutschkurse für die Geflüchteten an.

Schülerinnen und Schüler des Amos-Comenius-Gymnasiums in Bonn haben dieses Peace-Zeichen gebastelt. Foto: Christoph Weigeldt

Neben den Spenden im Rahmen der Ukraine-Hilfe setzt die Schule aber auch mit Friedensgebeten und Andachten ein Zeichen. Zudem wurden Zeichen im wahrsten Sinne des Wortes in Form eines Peace-Zeichens gesetzt. Das besondere: Das Peace-Zeichen des Amos-Comenius-Gymnasiums besteht aus ganz vielen gebastelten Friedenstauben.

Spenden für die Ukraine: Düsseldorfer Fliedner-Gymnasium spendet Ticket-Erlöse von Benefiz-Shows

Der Krieg in der Ukraine hat auch am Düsseldorfer  Theodor-Fliedner-Gymnasium (TFG), einer Schule in Trägerschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland, große Bestürzung ausgelöst. Vielfach kam der Wunsch auf, Solidarität zu bekunden oder mit Spenden zu helfen. In der Folge wurden viele Aktionen, wie beispielsweise Friedensandachten, Paketsammelaktionen und T-Shirt-Verkäufe an der Schule organisiert. Dank mehrerer Benefiz-Konzertshows kamen 3970 Euro an Ticketeinnahmen zusammen, die komplett gespendet werden konnten. Zudem wurden weitere Spenden in Höhe von 1380 Euro getätigt. Der gesamte Erlös ging zu gleichen Teilen an die Düsseldorfer Diakonie und an die „Csilla von Boeselager Stiftung Osteuropahilfe e.V.“

Mit den Einnahmen aus mehreren Konzertshows unterstützt das Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf Geflüchtete aus der Ukraine. Foto: TFG

Sachspenden für die Ukraine: Hilfstransport aus Heinsberg ist in Polen angekommen

Christian Preutenborbeck, Leiter der Verwaltung im Kirchenkreis Jülich, ist in seiner Freizeit leidenschaftlicher LKW-Fahrer. Jetzt setzte er sein Hobby zur Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine ein, die zunächst in Polen ankommen.  Am 31. März fuhr er selbst einen Sattelzug mit Hilfsgütern nach Rzezow in Polen, zur dortigen Auffangstation des polnischen Roten Kreuzes. Pfarrer Sebastian Walde aus Heinsberg und die Tafel Heinsberg organisierten die Hilfsgüter, der Spediteur Lipperts aus Gangelt-Birgden stellte den LKW. Für Diesel und Maut wurden Sponsoren gesucht und teilweise gefunden. Spenden sind nach wie vor willkommen. Einen ausführlichen Bericht über den Hilfstransport gibt es hier.

Bevor der Transport losgehen konnte, gab es eine Menge vorzubereiten. Markus Wöhlert, Marco Fischenich und Franz Veit von der Heinsberger Tafel waren in Heinsberg und den benachbarten Niederlanden unterwegs, um Lebensmittel, Hygieneartikel, Mineralwasser, Verbandszeug, Powerbanks zum Laden von Mobiltelefonen und vieles mehr zu besorgen. Fast 30 Paletten waren zu verladen, und kurz vor Abfahrt brachte ein Sanitätshaus noch zwei Rollstühle und eine Ladung Sauerstoffbrillen für Beatmungsgeräte – dann konnten die Türen des LKW geschlossen werden, und Christian Preutenborbeck machte sich gewissermaßen mit dem Mittagsläuten auf den langen Weg nach Polen.

Bereiten den Hilfstransport nach Polen vor: Mitarbeiter der Heinsberger Tafel und Christian Preutenborbeck (2. von rechts). Foto: Johannes de Kleine, Kirchenkreis Jülich

 

Ukraine-Hilfe der Viktoriaschule: Bundeskanzler posiert mit Solidaritäts-Armbändern aus Aachen

Bundeskanzler Olaf Scholz präsentiert ein Solidaritäts-Armband der Viktoriaschule in Aachen. Foto: Ye-One Rhie

Bundeskanzler Olaf Scholz ist Teil einer Hilfs-Aktion der Viktoriaschule in Aachen geworden. Zu verdanken haben wir das Bild und die Aktion der Klasse 6c der Aachener Schule und der Aachenerin Ye-One Rhie. Die 6c hat Freundschaftsarmbändchen gefertigt und damit Spenden gesammelt, um Menschen zu helfen, die unter dem Krieg gegen die Ukraine leiden. Gleich ein ganzes Paket mit Armbändern hat Ye-One Rhie bekommen. Sie hat selbst die Viktoriaschule besucht, die in Trägerschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland ist. Heute ist Ye-One Rhie Bundestagsabgeordnete für die SPD.

Die Bundestagsabgeordnete Ye-One Rhie hat Solidaritätsarmbänder der Viktoriaschule in Aachen an Bundestagsabgeordnete verteil. Foto: Ye-One Rhie

Sie hat die Bänder an ganz viele prominente Politikerinnen und Politiker verteilt. Zum Beispiel an die Bundesministerin Svenja Schulze, den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil, den Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die Integrationsbeauftragte des Bundes Reem Alabali-Radovan, den SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, die stellvertretende SPD-Vorsitzende Klara Geywitz und auch an viele Politikerinnen und Politiker aus dem Gebiet der rheinischen Kirche. Ye-One Rhie hat Fotos von den Abgeordneten und ihren Armbändern gemacht. Alle Aufnahmen haben wir in einem Clip (Reel) auf unserem Instagram-Account zusammengefasst.

Unterkunft für Geflüchtete: Wuppertaler Gemeinde nimmt Ukrainerinnen auf

In wenigen Tagen ist rund um die Kirchengemeinde Gemeinde Elberfeld-Nord in Wuppertal ein Netzwerk aus Freiwilligen entstanden, die das Katernberger Vereinshaus mit Matratzen und anderen Notwendigkeiten ausgestattet haben. 21 Frauen mit ihren teilweise nur wenigen Monate alten Kindern sind dort untergekommen. Sie werden von den Ehrenamtlichen versorgt und bei Amtsgängen begleitet.

Die Hilfsaktion, die komplett in Eigenregie aber in Abstimmung mit der Stadt läuft, ging von Holger Langer und seiner Frau Nina Kovtun aus, die aus der Ukraine stammt. „Ninas Vater sitzt noch in der Ukraine fest. Wir konnten nicht länger starr vor den Nachrichten sitzen und nichts tun. Uns war schnell klar, dass wir aktiv helfen wollten“, sagt Holger Langer.

In mehreren Touren – erst spontan und dann über gezielte Vermittlung der Stadt – sind Holger Langer und Norbert Sewing mit dem Bus der Gemeinde Elberfeld-Nord an die Grenze zur Ukraine gefahren, um von dort aus Menschen nach Wuppertal zu bringen. Mittlerweile haben sie auf diesem Weg und in Absprache mit einem ukrainischen Freiwilligennetzwerk 36 Ukrainerinnen mit ihren Kindern in Wuppertal untergebracht. Einen ausführlichen Artikel zur Hilfsaktion gibt es hier.

Kontaktmöglichkeiten für Geflüchtete: „Café international“ in Mülheim öffnet wieder

Die Evangelische Kirchengemeinde Heißen öffnet ab Freitag, 8. April, wieder ihr „Café international“, Anlass ist die wachsende Zahl von Menschen aus der Ukraine, die in Mülheim Schutz vor dem Krieg suchen. Das „Café international“ versteht sich als Ort der Begegnung und des Kennenlernens von Geflüchteten und Menschen, die schon länger in Mülheim zuhause sind. Alle Interessierten treffen sich immer freitags, 16 Uhr, im Gemeindezentrum Gnadenkirche, Hingbergstraße 370, am Heißener Markt. Kontakt: Pfarrerin Alexandra Cordes, cordes@kirche-muelheim.de, Telefon 0208 438997.

Sachspenden für die Ukraine: Transport aus Mülheim startet nach Polen

Die Sachspendensammlung des Kirchenkreises An der Ruhr und der Diakonie ist beendet. Ein großer LKW gefüllt mit Hilfsgütern macht sich nun auf den Weg. In neun evangelischen Kirchen und Gemeindezentren in Mülheim waren eine Woche lang die Dinge gesammelt worden, die die Partner bei der Diakonie Polen angefordert hatten: Hygieneartikel wie Duschgel oder Windeln, haltbare Lebensmittel und Haushaltswaren wie Handtücher und Besteck. Über 1000 Kartons und Kisten kamen zusammen. Mehr Infos und Fotos über die Sammelaktion gibt es hier.

Beladen des Hilfstransports nach Polen. Foto: Annika Lante

Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine: Düsseldorfer Tersteegengemeinde richtet Info-Seite ein

Die Düsseldorfer Tersteegengemeinde informiert auf einer Internetseite über Hilfsmöglichkeiten in der Gemeinde und Nachbarschaft für Geflüchtete aus der Ukraine. Dort gibt es ständig aktualisierte Informationen über Möglichkeiten zu Geld-, Sach- und Zeitspenden. Sachspenden werden in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen koordiniert, auf der Website finden sich die Sammelstellen und konkreten Listen, was gerade gebraucht wird. Menschen, die Zeit spenden und sich lokal engagieren möchten, können sich über ein Kontaktformular melden. Benötigt wird Unterstützung beim Sammeln und Verteilen von Hilfsgütern, bei der Begrüßung und Beratung von bereits angekommenen Geflüchteten, bei der Unterstützung bei Behördengängen, bei Sprachkursen und Rechtsberatung. Die Gemeinde hat gemeinsam mit der katholischen Gemeinde im Stadtteil bereits erste Hilfsaktionen für Geflüchtete durchgeführt, wie Spendensammlungen, Einkäufe von Hilfsgütern und Versorgung von Helfenden in den Sammelstationen. Geplant ist außerdem, Betreuungs-, Freizeit- und Glaubensangebote für Geflüchtete anzubieten. Für die Umsetzung werden ukrainisch sprechende Freiwillige gesucht.

Kriegsverletzte aus der Ukraine: Evangelische Kliniken wollen helfen

Evangelische Krankenhäuser bieten 100 kostenfreie Behandlungsplätze für kriegsverletzte Menschen aus der Ukraine an. An der Aktion beteiligen sich bundesweit 48 Kliniken, das gaben die Diakonie Deutschland und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) bekannt. Auf dem Gebiet der rheinischen Kirche machen mit: das Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf, das Evangelische Krankenhaus in Mettmann, das Luisenhospital in Aachen, das Evangelische Krankenhaus Kalk in Köln, das Evangelische Krankenhaus in Bergisch Gladbach, das Stiftung Krankenhaus Bethanien in Moers sowie das die Agaplesion-Klinik in Wuppertal mit.

Geflüchtete aus der Ukraine werden medizinisch versorgt wie Asylbewerberinnen und -bewerber, die in den ersten anderthalb Jahren weniger Leistungen erhalten als gesetzlich Versicherte. Zahnersatz beispielsweise wird nur gewährt, wenn die Behandlung medizinisch unaufschiebbar ist. Akut- und Schmerzbehandlungen erfolgen aber ebenso wie die umfassende Versorgung schwangerer Frauen.

Rat und Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine: Offner Treff im Gemeindehaus Merzig

Die Evangelische Kirchengemeinde Merzig möchte Geflüchteten aus der Ukraine das Ankommen im Saarland erleichtern. Ab sofort steht jeden Mittwoch das Evangelische Gemeindehaus Merzig, Am Gaswerk, von 8 bis 18 Uhr als offener Treffpunkt bereit. Geflüchtete erhalten dort Rat und Hilfe sowie die notwendige Unterstützung. Für Kinder bietet die Kirchengemeinde in dieser Zeit ein Unterhaltungsprogramm an. Innerhalb der Kreisstadt Merzig kann auf Anfrage ein Fahrdienst zum Gemeindehaus und wieder zurück organisiert werden, unter Telefon 0170 6531866.

Zur Unterstützung des Angebots werden für alle Aufgabenbereiche Menschen gesucht, die mittwochs helfen können, etwa bei Empfang, Fahrdienst, Aufräumen und dem Kinderprogramm. Sprachkenntnisse in Ukrainisch und/oder Russisch sind keine Bedingung, es werden aber dringend Übersetzerinnen und Übersetzer zur Begleitung gesucht. Nähere Informationen gibt es bei Organisator Frank Paqué, dem Leiter der Merziger Tafel in Trägerschaft der Kirchengemeinde per Mail und Telefon 0151 54373041.

Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine suchen und finden an Rhein und Sieg sowie im Bergischen Land

Die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge aus der Ukraine ist aktuell riesig. Viele Menschen wollen Spenden bereitstellen, eine Wohnung anbieten oder auf andere Weise helfen. Doch wie kommen Helfende und Flüchtlinge zusammen? Wer sorgt dafür, dass die Hilfsangebote auch zu dem passen, was am nötigsten gebraucht wird? Die Freiwilligen-Agentur für den Rhein-Sieg-Kreis, angesiedelt bei der Diakonie An Sieg und Rhein, hat dafür eine digitale Ehrenamtsbörse gestartet. Geflüchtete aus der von Russland kriegerisch angegriffenen Ukraine können in der Datenbank notieren, was sie brauchen. Auch Hilfsorganisationen, Flüchtlingsgruppen oder beispielsweise katholische und evangelische Gemeinden können sich registrieren und in der Engagementbörse Ukraine eingeben, wen oder was sie benötigen. Die Plattform fungiert dabei auch als Wohnungsbörse für Flüchtlinge aus der Ukraine. Freie Zimmer, Wohnungen und Unterkünfte können hier eingetragen werden.

Auch die Bergische Diakonie bietet eine digitale Hilfsbörse an. Hier wird die Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine in der Region um Wuppertal, Solingen, Remscheid, Wülfrath, Mettmann und weiteren Teilen des Bergischen Landes koordiniert. Auf einer Pinnwand können hier Sachspenden und vieles mehr angeboten oder angefragt werden.

Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine in NRW: Hilfe in Essen, Mülheim und Dinslaken

In Essen und anderen Städten in Nordrhein-Westfalen haben Gemeinden und andere kirchliche Gruppen bereits Wohnungen für Geflüchtete aus der vom Krieg betroffenen Ukraine bereitgestellt. Die Emmaus-Gemeinde Essen hat nach einem Mieterwechsel zwei freie Wohnungen angeboten. Eine davon sollte eigentlich zum neuen Gemeindebüro werden, soll nun aber Menschen Raum bieten, die nach den Angriffen Russlands auf die Ukraine geflüchtet sind. Eine weitere Wohnung stellt ein Gemeindemitglied zur Verfügung. Die Unterbringung von Flüchtlingen hat in der Gemeinde Tradition – sie beherbergt zurzeit in zwei weiteren Wohnungen Flüchtlinge aus Syrien.

In Mülheim an der Ruhr wird die Suche und Vermittlung von Wohnraum bisher ganz einfach über Social-Media-Kanäle organisiert. Mit einem Aufruf auf Facebook sucht zum Beispiel die Vereinte Evangelische Kirchengemeinde nach Unterkünften für Flüchtlinge.

Im Kirchenkreis Dinslaken kümmert sich der Team der Diakonie um die Vermittlung von privatem Wohnraum. Die Mitarbeitenden prüfen die Unterkünfte und stellen die Kontakte zu den Geflüchteten her. „Bislang haben wir schon über 80 Angebote“, berichtet Alexandra Schwedtmann, Geschäftsführerin der Diakonie. Es sei alles dabei: das Gästezimmer, das umfunktionierte Büro oder die leerstehende Souterrain-Wohnung. Die Hilfsbereitschaft sei riesig. Wer sich ebenfalls engagieren möchte, kann sich an folgende Mailadressen wenden ukraine-hilfe@dinslaken.de  oder wohnraumangebot@stadt-duisburg.de

Studenten aus der Ukraine: Fünf nigerianische Geflüchtete kommen in Wohnheim der Kirchlichen Hochschule unter

Die Kirchliche Hochschule Wuppertal hat Ukraine-Flüchtlinge in ihrem Wohnheim aufgenommen. Die meisten der fünf Männer stammen aus Nigeria und mussten das Land, in dem sie studierten, nach Ausbruch des Krieges kurzfristig verlassen. Die fünf Männer sind zwischen 20 und 29 Jahre alt. In Kiew und anderen Universitätsstädten der Ukraine strebten sie bis vor wenigen Wochen Abschlüsse als IT- oder Managementspezialisten an oder absolvierten gerade einen Sprachkurs. Die Situation für Flüchtlinge ohne ukrainischen Pass hatte zuletzt für viel Kritik gesorgt. Es gab mehrere Rassismusvorwürfe im Zusammenhang mit dem Umgang mit Flüchtlingen aus der Ukraine. So wurden „mehr als tausend Geflüchtete im Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus gefangen gehalten ohne Aussicht auf Versorgung oder überhaupt irgendetwas“, sagte Rafael Nikodemus im Interview auf ekir.de. Nikodemus ist als theologischer Dezernent im Dezernat Ökumene des Landeskirchenamts unter anderem zuständig für Menschenrechtsfragen sowie Flucht, Migration und Integration.

Das Evangelische Tagungszentrum Auf dem Heiligen Berg, das sich in unmittelbarer Nähe der Kirchenlichen Hochschule befindet, hat auf Anfrage der Stadt Wuppertal etwa acht Geflüchtete aufgenommen.

Sachspenden für die Ukraine: Präses unterstützt Paketaktion

Sachspenden für die Ukraine aus dem Rheinland werden von vielen Gemeinden gesammelt und sind teilweise auch schon vor Ort angekommen. Die Grafschafter Diakonie organisiert zum Beispiel Transporte in Absprache mit der Diakonie in Polen. Dazu wurden Sammelstellen im Kirchenkreis Moers eingerichtet. An der Aktion beteiligt sich auch der rheinische Präses Dr. Thorsten Latzel. Der Präses macht sich am 20. März ein Bild von dem Packen der Pakete in Kamp-Lintfort und wird an einem Gottesdienst teilnehmen, in dem es auch um die Hilfsaktion für die Ukraine geht.

Wer etwas spenden möchte, sollte zuvor auf die Bedarfsliste schauen, die sich auf der Webseite der Grafschafter Diakonie findet. Auf ihr finden sich Gegenstände, die die Diakonie in Polen benötigt und an Flüchtlinge aus der Ukraine weitergibt.

Medizinische Sachspenden: Essener Gemeinde arbeitet mit ukrainischen Ärzten zusammen

Die Evangelische Kirchengemeinde Überruhr in Essen hat medizinisches Material für die Versorgung von verletzten und verwundeten Menschen in der Ukraine gesammelt. Über den Kirchenmusiker Bernhard Schüth besteht der Kontakt zu einem aus der Ukraine stammenden Ärzteehepaar, das in Düsseldorf lebt und arbeitet. Die Ärzte haben Hilfsanfragen ukrainischer Ärzte aus dem umkämpften Gebiet im Südosten des Landes, aus dem Raum Cherson erhalten. Zu Beginn des Angriffes Russlands auf die Ukraine wurde uns ein Video über die Lage in Cherson zugespielt. Mittlerweile gilt die Stadt als von russischen Truppen eingenommen. In einer spontanen Aktion hat die Gemeinde Geldspenden gesammelt. Von dem Geld wurden Verbandsmaterial, Spritzen, Handschuhe, aber auch Kleinkindnahrung gekauft. Die Hilfsgüter sind bereits auf dem Weg nach Düsseldorf, um von dort in Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Konsulat in das vom Krieg betroffene Land transportiert zu werden.

Schüler packen Pakete für die Ukraine

Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Hilden sammeln Sachspenden für die Ukraine. Unter dem MottoWir sind bonni! – Pakete zum Leben“  findet am 1. April eine große Pack-Aktion von 600 Paketen mit Grundnahrungsmitteln auf dem Parkplatz vor einem Großmarkt in Hilden statt. Die Pakete werden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern des Gymnasiums zusammengestellt und dann auf Paletten und in einen bereitstehenden LKW geladen, der den Weitertransport nach Uschhorod in der Westukraine bewerkstelligt.

Die Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums haben sich in Form einen Peace-Zeichens aufgestellt. Foto: Patrick Reuther

Ukraine-Hilfe im Saarland: Aktion für Flüchtlinge mit Haustieren

Nicht nur Menschen leiden unter den Angriffen Russlands auf die Ukraine – auch Tiere flüchten. Für Menschen, die mit ihren Haustieren aus dem Kriegsgebiet entkommen sind, gibt es in vielen Flüchtlingseinrichtungen Probleme. Viele Einrichtungen erlauben keine Tiere. Die Evangelische Kirchengemeinde Landsweiler-Schiffweiler im Saarland hat deshalb eine Aktion auf Facebook gestartet. Dabei sucht die Gemeinde nach Unterkünften für Geflüchtete mit Tieren im Saarland.

Ukraine-Krieg: Kirchenkreis Duisburg bietet verstärkt Seelsorge an

Notfallseelsorger Klaus Andrees, Superintendent Dr. Christoph Urban und Pfarrer Bodo Kaiser an der Notunterkunft an den Sporthallen im Schulzentrum Duisburg Süd. (Foto: Reiner Terhorst)

Die große Spendenbereitschaft ist die eine Sache, das persönliche Gespräche die andere. Viele Flüchtlinge aus der Ukraine sind dankbar für die finanzielle Hilfe und Sachspenden. Doch die Ängste und Sorgen um Familienangehörige, die in der unter Bombenbeschuss stehenden Heimat zurückgeblieben sind, belasten Körper, Geist und Seele.  Insbesondere die Kinder leiden unter der Kriegskatastrophe. Die Mütter versuchen alles, um Extremsituationen von ihnen fernzuhalten, was oft, aber nicht immer gelingt. Je mehr Menschen ihnen dabei helfen, desto geringer wird die psychische Belastung. Deshalb hat der Kirchenkreis Duisburg nun sein Seelsorgeangebot für Flüchtlinge aus der Ukraine ausgebaut. Zur Seelsorge gehörte zuletzt auch ein Zoobesuch für geflüchtete Kinder, den die Auferstehungsgemeinde aus dem Duisburger Süden organisiert hatte.

Ukraine-Hilfe: In Heckinghausen kommen Flüchtlinge zusammen

„Eigentlich konnten wir auf nichts zurückgreifen außer auf unsere gute Vernetzung“, sagt Katja Spitzer, Gemeindepädagogin und Leiterin des „Hauses für Heckinghausen“ der Evangelischen Kirchengemeinde Heckinghausen. Aber diese Vernetzung habe entscheidend dazu beigetragen, dass die Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine im Osten Wuppertals organisatorisch schon auf soliden Füßen steht. In dieser Woche konnte Spitzer bereits ein erstes Begegnungstreffen für ukrainische Flüchtlinge anbieten. Es kamen: 49 Menschen.

Ukraine-Krieg: Material und Linktipps für Friedensgebete

An vielen Orten versammeln sich in diesen Tagen Menschen, um für den Frieden zu beten. Das Zentrum für Gemeinde und Kirchenentwicklung bietet dazu Material und Linktipps für Friedensgebete an.

Ukraine-Hilfe: So können Sie spenden

Neben den lokalen Aktionen für Sachspenden können Sie auch finanzielle Hilfe für Flüchtlinge in der Ukraine leisten. Mit der Diakonie Katastrophenhilfe hat die evangelische Kirche ein gutes Netzwerk, das schnell und direkt helfen kann. Seit vielen Jahren bestehen enge Partnerschaften zu Kirchen, Gemeinden, Diakonischen Werken und anderen gemeinnützigen Organisationen in der Ukraine und ihren Nachbarländern Polen, der Slowakei, Moldawien, Ungarn und Rumänien. Sie können sich hier über das Projekt informieren und direkt online spenden. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat ein Spendenkonto eingerichtet:

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Ukraine Krise

  • 2.6.2022
  • Aaron Clamann, epd/Red.
  • Red